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Konferenz: INKLUSION EINFACH MACHEN

Am 07. Dezember 2011 fand im Café Moskau in Berlin die Konferenz „INKLUSION EINFACH MACHEN – von Bildung über Ausbildung in Arbeit“ statt. Sie wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen durchgeführt. Thema der Konferenz war die praktische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.  

Eröffungsrede von Ursula von der Leyen.Hörsicht war dabei und schriftdolmetschte die Begrüßungsrede der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Dr. Ursula von der Leyen, das Plenum, das den Austausch der Ergebnisse aus drei Inklusionswerkstätten zu den Bereichen Bildung, Arbeit und Beschäftigung als Ziel hatte, und das Schlusswort von Herrn Hubert Hüppe, dem Bundesbehindertenbeauftragten.

Diskussionsveranstaltung: Chancen und Risiken für schwerbehinderte Bachelor-Absolventen/-innen

Am 30.11.2011 begleiteten Schriftdolmetscherinnen von Hörsicht im Auftrag der Schriftdolmetscher-vermittlungsstelle Kombia (www.kombia.de) die Diskussion: Chancen und Risiken für schwerbehinderte Bachelor-Absolventen/-innen im Hörsaal des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Schwerbehinderte Bachelor-Absolventen/-innen haben bedingt durch die Neuerungen des Bologna-Prozesses häufig große Schwierigkeiten, im Anschluss an ihr Bachelor-Studium ihre akademische Laufbahn fortzusetzen. So ist Studierenden mit Behinderung häufig der Zugang zu einem Masterstudium versperrt, weil die notwendigen Hilfen oder Assistenzen mit Verweis auf den Bachelor als berufsqualifizierenden Abschluss versagt werden.

Bild von den Podiumsteilnehmern: Anne Grote, Dr. Alexander von Böhmer, Olaf Guttzeit, Hubert Hüppe, Dr. Birgit Rothenberg, Torsten Prenner und Elke BitterhofDas Paul-Ehrlich-Institut und das Robert Koch-Institut als Partner des Projekt ProBAs hatten eingeladen, über Ursachen, Strategien und Lösungsansätze zu diskutieren. Diskussionsteilnehmer waren unter anderem: der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, der Arbeitgeber-Vertreter Olaf Guttzeit, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, aus dem Bereich der Wissenschaft Dr. Birgit Rothenberg, Technische Universität Dortmund, und die ProBAs Projektleiterin Annetraud Grote, Paul Ehrlich Institut. Elke Bitterhof, Journalistin und langjährige Moderatorin der MDR-Sendung „Selbstbestimmt“, moderierte die Veranstaltung.

ECOS 2012: Treffen europäischer Schriftdolmetscher

ECOS 2012: Treffen europäischer Schriftdolmetscher

Der Bund niederländischer Schriftdolmetscher organisiert zur Zeit eine zweitägige Konferenz unter dem Arbeitstitel ECOS (European Conference of Speechtotextreporters).
Ziel ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, Erfahrungen zu teilen und Informationen auszutauschen, zum Beispiel über verschiedene Techniken, Arbeitsbedingungen und die Berufs- und Ehrenordnung von Schriftdolmetschern.

Im Juni 2010 fand bereits eine ähnliche Veranstaltung in London statt. Federführend bei der Organisation waren damals Schriftdolmetscher aus Västerbotten in Schweden, Teilnehmer waren zudem Schriftdolmetscher aus den Niederlanden, aus Großbritannien und aus Deutschland. Wir, Anette Kemnitz-Zimmermann und Babette Kemnitz-Hille, Schriftdolmetscher von Hörsicht, kamen mit zahlreichen interessanten Eindrücken aus London zurück und mit der Erfahrung, wie wertvoll und nett der Austausch mit Schriftdolmetschern aus den europäischen Nachbarländern sein kann.

Tagung: Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!

Konferenz im Institut für MenschenrechteAm 25. Oktober 2011 dolmetschten zwei Schriftdolmetscher von Hörsicht im Auftrag des HörBIZ die Tagung im Kleisthaus zum Thema „UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!“ Veranstalter waren die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention / Deutsches Institut für Menschenrechte und das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit. Hörsicht verwandelte das Dialoggespräch zum Thema „Barrierefreiheit im Licht der UN-Behindertenrechtskonvention“, die Diskussion in der Arbeitsgruppe 2 „Maßnahmen zur Barrierefreiheit auf gesetzlicher Grundlage und die Podiumsdiskussion „Brauchen wir andere Gesetze, um Barrierefreiheit Wirklichkeit werden zu lassen?“ am Ende der Veranstaltung in schriftlichen Text, so dass die Teilnehmer das gesprochene Wort auf einer Leinwand mitverfolgen konnten. Die Veranstaltung wurde per Live-Stream ins Internet übertragen und kann unter http://www.institut-fuer-menschenrechte.de abgerufen werden.

Internationale Fachtagung für Psychologen an Einrichtungen für Hör- und Sprachgeschädigte

Vom 5. – 7. Oktober 2011 dolmetschten zwei Schriftdolmetscherinnen von Hörsicht im Auftrag des HörBIZ Pankow bei der „27. Internationalen Fachtagung für Psychologinnen und Psychologen an Einrichtungen für Hör- und Sprachgeschädigte“, deren Thema in diesem Jahr „Zwischen Inklusion und tauber Identität“ lautete. Sie fand in den Räumen der Humboldt-Universität in Berlin Mitte als Kooperationsveranstaltung von „Sinneswandel“, der „Lebenshilfe BAB“ sowie der Humboldt-Universität zu Berlin statt.

Psychologentagung in den Räumen der Humboldt-Universität in Berlin Mitte.

Gedolmetscht wurden u. a. Vorträge von Prof. Dr. Manfred Hintermair und Dr. Anja Dietzel zu ihrem Projekt: „Gewalt an Schulen für Hörgeschädigte“ sowie von Dr. Beate Schell, die über die therapeutische Arbeit mit gehörlosen Kindern und Jugendlichen am Fachklinikum in Uchtspringe berichtete.

Besonders interessant war es natürlich, den Workshop zur „Bedeutung von Dolmetschereinsätzen in Psychotherapie und Beratung“ unter der Leitung von Ivo Weber und Dr. Lisa Wolff von „Sinneswandel“ zu dolmetschen.

Bundeskongress des DSB e. V.

DSB-KongressVom 16.-18. September 2011 veranstaltete der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB e.V.) seinen diesjährigen Bundeskongress in den Räumen des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden. Unter dem Motto: „Hören mit allen Sinnen“ gestalteten die Organisatoren einen Wissenstag, einen Vereinstag sowie einen Erlebnistag mit zahlreichen interessanten Vorträgen, Workshops, Seminaren und einer Zukunftswerkstatt.

Im Auftrag von „Kombia“ dolmetschten zwei Schriftdolmetscherinnen von Hörsicht u. a. die Eröffnungsveranstaltung, die Präsentation der Ergebnisse der GINKO Umfrage von Frau Prof. Dr. Schlenker-Schulte und Herrn Dr. Andreas Weber, eine Podiumsdiskussion zum Thema UN-Konvention, die von Herrn Andreas Kammerbauer moderiert wurde, und einen Vortrag zum Thema „Innenohrimplantate – Aktuelle Technik & Perspektiven“ von Dr. Horst Hessel von „Cochlear“.

Kommunikationsunterstützung für eine blinde und stark schwerhörige Studentin

Mit der technischen Unterstützung von Christian Hille von ZugangsWerk konnten wir im vergangenen Semester einen Beitrag zur Teilhabe einer blinden und stark schwerhörigen Studentin an der Humboldt Universität zu Berlin leisten: Das, was in den Seminaren gesprochen wurde, haben wir mittels Spracherkennung in Schriftsprache umgesetzt. Der von der Spracherkennungssoftware erkannte Text wurde dann mit Hilfe eines Screenreaders (Bildschirmlesepogramm) digital in Brailleschrift umgewandelt und konnte so von der Studentin auf einer mobilen Braillezeile taktil erfasst werden.

Konferenz: „Selbstbestimmung voranbringen! – Zehn Jahre SGB IX“

Schriftdolmetschen bei den Bündnis 90 / die GrünenAm 27.06.11 war Hörsicht im Auftrag des HörBIZ Pankow mit zwei Schriftdolmetscherinnen bei der Konferenz der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN „Selbstbestimmung voranbringen! – Zehn Jahre SGB IX“ in der Katholischen Akademie anwesend.

Gedolmetscht wurden u. a. Vorträge von Katrin Göring-Eckardt (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages), Karl Hermann Haack (Beauftragter der rot-grünen Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen von 1998 bis 2005), Dr. Sigrid Arnade (Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e. V.) und Klaus Lachwitz (Präsident Inclusion International und Bundesgeschäftsführer der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung).

Wir freuen uns über das Engangement und das Bemühen der Bundestagsfraktion, ihre Veranstaltungen möglichst barrierefrei – stets mit Gebärdensprachdolmetschern und Schriftdolmetschern – durchzuführen.