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Diskussion Pro und Contra Olympia/Paralympics Bewerbung 2024/2028

Am 15. Februar stellte sich der Behinderten-Sportverbandes Berlin (BSB) im Glashaus der Arena Treptow der öffentlichen Diskussion um das Thema Pro und Contra Olympia/Paralympics-Bewerbung 2024/2028. Anwesend waren u. a. BSB-Präsident Dr. Ehrhart Körting, Isko Steffan, der Vize-Präsident des LSB, und Kirsten Bruhn, vielfache Paralympics-Medaillengewinnerin. Hörsicht war dabei und schriftdolmetschte während der Veranstaltung.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Fürst Donnersmarck-Stiftung. Unter folgendem Link finden Sie auf der Seite der Stiftung einen Podcast zur Debatte, zum Nachlesen auch in schriftlicher Form:

http://www.fdst.de/aktuellesundpresse/aktuell/2015/nachbericht-paralympics-2024/

50 Jahre Aktion Mensch – Bundespräsident würdigt Engagement der Soziallotterie

Unter dem Motto „Schon viel erreicht. Noch viel mehr vor.“ feierte die Aktion Mensch heute im Berliner „Kosmos“ mit ihren Mitgliedern, den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und dem ZDF, sowie vielen Gästen, Freunden und Förderern ihr 50-jähriges Bestehen. Als Festredner gratulierte Bundespräsident Joachim Gauck der Bonner Förderorganisation. Die Aktion Mensch habe entscheidend dazu beigetragen, Denkmuster zu verändern, so Gauck. „Das Wir gewinnt. In diesem Satz schwingt alles mit, was Inklusion kennzeichnet: Eine Gesellschaft, die sich nicht aufteilen will und sich nicht aufteilen lässt in die Einen und die Anderen, sondern gemeinsame Werte, gemeinsame Aufgaben und gemeinsame Ziele in den Mittelpunkt rückt.“ Viel Applaus bekam er auch für seinen Appell „In einer inklusiven Gesellschaft sind wir erst dann angekommen, wenn Menschen mit Behinderung das gleiche Maß an Hoffnungen, das gleiche Maß an Wünschen zugestanden wird, wie jedem anderen Menschen auch.“ Hierfür sei jedoch ein gesellschaftlicher Perspektivwechsel notwendig: „Die Verlagerung unserer Aufmerksamkeit weg von den Defiziten und hin zu den bislang ungenutzten Möglichkeiten.“

Auch Aktion Mensch-Vorstand Armin v. Buttlar betonte, dass es noch viele Barrieren in der Umwelt und in den Köpfen abzubauen gelte. Deshalb werde das Thema Inklusion die Aktivitäten der Aktion Mensch auch in Zukunft noch weiter bestimmen: „Vielfalt bereichert und gibt Impulse für eine Gsellschaft, in der alle willkommen sind und sich auf Augenhöhe begegnen.“

Als „beeindruckende Erfolgsgeschichte“ bezeichnete auch ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut die Entwicklung der heute größten privaten Förderorganisation im sozialen Bereich. „Die Arbeit der Aktion Mensch hat in den letzten 50 Jahren eine wichtige gesellschaftspolitische Rolle gespielt“, so Bellut. „Man ruht sich eben nicht auf den Leistungen des Staates aus, sondern gewinnt Menschen für Engagement: Sie kaufen freiwillig Lose. Natürlich, um zu gewinnen. Aber eben auch, um zu helfen. Und wenn man sieht, dass den freien, gemeinnützigen Trägern seit Bestehen der Aktion Mensch rund 3,5 Milliarden Euro zugeflossen sind, für Menschen mit Behinderung, aber auch für sozial benachteiligte Menschen, dann ist das wirklich eine stolze Zahl. Vieles vergeht: Unterhaltungstrends, Filmtrends. Aber diese konkrete Hilfe bleibt.“

Andreas Bourani, der die Jubiläumskampagne der Aktion Mensch in diesem Jahr mit seinem Überraschungs-Hit „Auf Uns“ unterstützt und auch bei der Festveranstaltung heute in Berlin live dabei war, sagt: „Mich beeindruckt seit jeher das Engagement, mit dem sich die Aktion Mensch für die gleichen Bedingungen für alle Menschen einsetzt. Unabhängig von Behinderung, Alter, Herkunft. Das ist eine gute Sache. Wir leben ja in einer Gesellschaft, in der es vielen Menschen richtig gut geht. Deshalb finde ich sehr wichtig, dass alle, die in unserer Gesellschaft leben, auch die gleichen Möglichkeiten und Chancen haben.“

Die Aktion Mensch dankt den 23 Firmenpartnern, die mit ihrer Unterstützung die Festveranstaltung ermöglicht haben.

Quelle: https://www.aktion-mensch.de/presse/pressemitteilungen/detail.php?id=2421

Zwei Schriftdolmetscherinnen von Hörsicht waren dabei und setzen während der Veranstaltung, alles was gesprochen und gesungen  (den Kampagnesong der Aktion Mensch „Auf uns“ von Andreas Bourani) wurde,  live in schriftlichen Text um.

Bourani auf der Bühne bei der Veranstaltung 50 Jahre Aktion Mensch

Foto: www.aktion-mensch.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast beim Deutschen Ethikrat

Am 24. April 2013 fand im Französischen Dom in Berlin eine öffentliche Abendveranstaltung des Deutschen Ethikrates aus der Reihe Forum Bioethik zum Thema „Zusammenhalt im demografischen Wandel“ statt. In den kommenden Jahrzehnten wird die Bevölkerung in Deutschland abnehmen, der Anteil älterer Menschen sowie von Menschen mit Migrationshintergrund zunehmen. Der Deutsche Ethikrat diskutierte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und über 350 Gästen unter anderem folgende Fragen: Welche Verantwortung haben der Einzelne und die Gesellschaft für die Gestaltung des demografischen Wandels? Wie können Solidarität und Toleranz gefördert werden?

Die Vorsitzende des Ethikrates, Christiane Woopen, betonte, dass zunächst Grenzen in den Köpfen der Menschen überwunden werden müssen. „Interesse und Wertschätzung als Grundhaltung gegenüber unterschiedlichen Lebensentwürfen, Kreativität in der Entwicklung neuer Formen des gemeinsamen Lernens, Arbeitens und Lebens sowie Gerechtigkeit bei der Verteilung von Rechten und Pflichten zwischen Jung und Alt werden die unverzichtbare Grundlage dafür sein, als Gesellschaft im demografischen Wandel zusammenzuhalten“, so Woopen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte dem Deutschen Ethikrat für das Aufgreifen dieses Themas. Es sei wichtig, gerade bei langsam sich vollziehenden Prozessen frühzeitig über Gestaltungsmöglichkeiten nachzudenken, zum Beispiel von Rahmenbedingungen für Familien, Gesundheitsversorgung, Integration, Arbeitswelt und Nachhaltigkeit sozialer Sicherungssysteme. Dabei betonte sie neben den Aufgaben der Politik die besondere Bedeutung des ehrenamtlichen und freiwilligen Engagements der Bürgerinnen und Bürger. Der Bürgerdialog habe gezeigt, dass viele über die Gestaltung guten Zusammenlebens nachdächten und zu ehrenamtlicher Tätigkeit bereit seien. Sie sei auf ihrer Demografiereise von der Vielfalt guter Projekte beeindruckt gewesen. Dies müsse unterstützt werden durch eine flexible Handhabung der Zuständigkeiten von Kommunen, Ländern und Bund.

Im anschließenden Podiumsgespräch wurden Fragen aus dem Publikum diskutiert, die von Ratsmitglied Jochen Taupitz zusammengefasst wurden. Die Bundeskanzlerin sowie die Podiumsteilnehmer betonten die Notwendigkeit einer Überwindung von Grenzen politischer Ressorts und sprachen über die Spannung zwischen Ehrenamt und Berufstätigkeit, die Zukunft nationalstaatlichen Denkens und den Beitrag der Kirchen und Religionsgemeinschaften zum Zusammenhalt der Gesellschaft. Bei all diesen Themen wurde deutlich, dass Kreativität im Umgang mit den verschiedenen Lebensphasen und Lebensentwürfen eine Schlüsselrolle spielt. Die Politik ermöglicht über Modelle wie die Pflegezeit Flexibilität, um ehrenamtliche Tätigkeiten zu erleichtern. Außerdem engagiert sie sich für die Unterstützung von Familien. Um den demografischen Wandel bewältigen zu können, müssen Grenzen überwunden werden – hinsichtlich staatlicher Regelungen, ganz wörtlich mit Blick auf grenzüberschreitende Migration, aber vor allem auch in den Köpfen der Menschen. (Text: Deutscher Ethikrat)

 

 

 

 

 

 

 

 

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Anette Kemnitz-Zimmermann und Babette Kemnitz-Hille schriftdolmetschten das Eingangsstatement der Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates Prof. Christiane Woopen, die Rede der Bundeskanzlerin sowie die anschließende Podiumsdiskussion.

Auch bei der öffentlichen Anhörung am 25. April 2013 zum Thema „Biosicherheit – Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft“ im Ballsaal des Berliner Hilton Hotels sowie bei der Jahrestagung des Deutschen Ehtikrates zum Thema: „Medizinischer Fortschritt auf wessen Kosten? Arzneimittelforschung im globalen Kontext“ am 23.Mai 2013 im Atrium Lichthof des dbb Forums Berlin, war Hörsicht dabei.

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Alle Fotos: © Deutscher Ethikrat, Fotograf: Reiner Zensen