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Inklusionstage des BMAS 2014 im bcc Berlin

Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Bundesministerin Andrea Nahles spricht bei den Inklusionstagen 2014. © Tom Maelsa
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles eröffnete die Inklusionstage 2014 im bcc Berlin. Im Zentrum der dreitägigen Veranstaltung stand die Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).
Seit über fünf Jahren ist die UN-BRK mittlerweile geltendes Recht in Deutschland. Sie fordert die Verwirklichung des Menschenrechts auf Inklusion in allen Lebensbereichen und ist damit die Leitschnur einer Politik, die die Rechte von Menschen mit Behinderungen achtet.
Wo und wie gut Inklusion schon gelungen ist, wo es Schwierigkeiten und Hürden gibt und wie Inklusion auch in Zukunft gelebt werden soll, werden die Teilnehmer – allen voran Menschen mit Behinderungen – diskutieren. Im Mittelpunkt steht vor allem eine Bestandsaufnahme des Nationalen Aktionsplans sowie die Frage, wie er in dieser Legislaturperiode zielgerichtet weiterentwickelt werden kann.
Der dritte Veranstaltungstag steht ganz im Zeichen des inklusiven Sports und soll mit guten Beispielen Mut zur Inklusion machen. Mit dabei ist die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und sehr erfolgreiche ehemalige Leistungssportlerin Verena Bentele.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.gemeinsam-einfach-machen.de.

Quelle:

https://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-behinderter-Menschen/Meldungen/inklusionstage-2014.html;jsessionid=C70867C98EBB90B0A22448448DE33210

Das Schriftdolmetscherinnen-Team von Lautschrift und Hörsicht bei den Inklusionstagen 2014 im BMAS.

Das Schriftdolmetscherinnen-Team von Lautschrift und Hörsicht bei den Inklusionstagen 2014 im BMAS.

Thementag „Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit Behinderungen“

Im Rahmen der Inklusionstage 2013 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im AXICA – Kongress- und Tagungszentrum Berlin am Pariser Platz schriftdolmetschte Hörsicht einen Workshop, der den Blick auf folgende Frage richtete: Welche spezifischen Gelingensfaktoren gibt es bei Menschen mit Behinderung, um deren bürgerschaftliches Engagement zu fördern? Der Workshop wurde von Tobias Kemnitzer von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e. V. moderiert, der gemeinsam mit den Teilnehmern Handlungsvorschläge für verschiedene Akteure der Politik und Praxis des bürgerschaftlichen Engagements erarbeitete, um Barrieren, die dem bürgerschaftlichen Engagement von Menschen mit Behinderung im Wege stehen, abzubauen und Voraussetzungen zu schaffen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt bürgerschaftlich aktiv werden können. Rebecca Daniel vom Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e. V. (bezev), Referentin für den Freiwilligendienst „weltwärts alle inklusive“, berichtete als interessantes Beispiel mit Hilfe eines Videos von Marlene aus Hamburg, die als Freiwillige eine Gehörlosenschule in Ghana unterstützte.

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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen im Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Am 4. Oktober 2011 fand ein erstes Gespräch der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Dr. Ursula von der Leyen, mit den Schwerbehindertenvertretungen der DAX 30 Unternehmen statt. Frau Dr. Annette Niederfranke, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, knüpfte mit einer Veranstaltung am 3. Dezember 2012 an dieses Gespräch an. Neben den Schwerbehindertenvertretungen waren diesmal auch die Personalverantwortlichen der DAX 30 eingeladen sowie erstmals auch die Personalverantwortlichen und Schwerbehindertenvertretungen des UnternehmensForums. Frau Dr. Annette Niederfranke informierte die Anwesenden zunächst über den neuen Teilhabebericht der Bundesregierung, anschließend berichteten Herr Olaf Guttzeit von Boehringer-Ingelheim und Dr. Christian Gravert von der Deutsche Bahn AG von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung des Inklusionsgedankens in ihren Unternehmen.

Zuvor fand in der Halle des Volkes bereits ein erster Teil der Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen statt. Dieser stand unter dem Motto „Rehabilitation und Sport, neue Wege zur Inklusion“. Nach einer beeindruckenden Vorführung von Rollstuhlbasketball dolmetschte Hörsicht die Rede von Frau Dr. Annette Niederfranke, den Impulsvortrag von Herrn Dr. Volker Anneken, Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport e.V. sowie die sich anschließende Podiumsdiskussion. Moderiert wurde die Veranstaltung durch den vielfachen Paralympics-Sieger Matthias Berg.

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen im Bundesministerin für Arbeit und Soziales
Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen im Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Fachgespräch zur Lebenssituation taubblinder Menschen im BMAS am 29. März 2012

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat am 29. März 2012 Verbände und Betroffene zu einem Fachgespräch zur Lebenssituation taubblinder Menschen in das Berliner Kleisthaus eingeladen. Gitta Lampersbach, Leiterin der Abteilung „Belange behinderter Menschen“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales führte durch das Programm. Nach den Begrüßungsreden gaben Michael Graefen vom Verein „Leben mit Usher-Syndrom e. V. und Dieter Zelle von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden e. V. eine thematische Einführung. Herr Zelle sprach für Betroffene, die von Geburt an gehörlos sind, und Herr Graefen über Betroffene, die hochgradig bis an Taubheit grenzend schwerhörig sind. Er selbst ist Usher-Betroffener und so konnte er die besonderen Belastungen im Leben mit Usher-Syndrom ergreifend darstellen. Wer bisher nur von einer Schwerhörigkeit ausgegangen war, muss mit der Diagnose Usher-Syndrom die fast sichere Aussicht akzeptieren, langsam zu erblinden. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kann zum Beispiel die nonverbale Kommunikation nicht wie früher wahrgenommen werden. Das Ablesen der Lippen, aber auch das Mitlesen vom geprochenen Wort auf einem Bildschirm wird zunehmend schwieriger. Die Vorträge, die Hörsicht schriftdolmetschte, wurden deshalb in einer Schriftgröße von über 50 Pkt. auf eine Leinwand projeziert.

Nach einem Podiumsgespräch, dass von Dr. Leander Palleit vom Deutschen Institut für Menschenrechte moderiert wurde, übergaben Dieter Zelle, Michael Graefen und Irmgard Reichstein von der Stiftung taubblind leben eine Unterschriftenliste mit der Forderung nach der Einführung des Merkzeichens TBL zur Verbesserung der Lebensstituation taubblinder Menschen an Frau Lampersbach.

Die Schlussworte sprach Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.