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Netzwerk Inklusion – Aktionstag Inklusion & Diversity

Im Rahmen des Inklusions-Fackel-Projektes vom „Netzwerk Inklusion“ am 11.07.15 fand auf dem Potsdamer Platz der Aktionstag Inklusion & Diversity mit einem buntem Bühnenprogramm sowie Teilnehmerständen mit Möglichkeiten zur Selbsterfahrung und zum Austausch statt. Die Botschaft lautete: Mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber Vielfalt.

Als Mitglieder unseres Vereins zugangswerk e. V. waren wir mit einem Teilnehmerstand vertreten. zugangswerk beschäftigt sich mit Konzepten aller Art, die die Teilhabe – insbesondere von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen – unterstützen und voranbringen. Dazu gehören Projekte zur gesellschaftlichen Sensibilisierung im Sinne eines selbstverständlichen Umgangs mit Unterschieden, die Unterstützung und Realisierung von barrierefreien Veranstaltungen und die Durchführung von Workshops etc.

Am Stand konnten sich die Besucher auch über das Angebot von Hörsicht – Die Schriftdolmetscherinnen und isitext Leichte Sprache – leicht verstehen (www.isitext.de) informieren.

Inklusion – Eine Zwischenbilanz in der Landesvertretung NRW

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hatte am 04. Mai 2015 nach Berlin zu einer Veranstaltung mit dem Titel: Inklusion – Eine Zwischenbilanz im europäischen Vergleich“ eingeladen.

Den Einführungsvortrag der Veranstaltung hielt der Minister für Arbeit, Integration und Soziales in Nordrhein-Westfalen Guntram Schneider. Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Bundestags und Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe, sprach zum Thema „Die Umsetzung der UN-BRK in Deutschland- Chancen, Herausforderungen und Perspektiven“. Dem Vortrag von Ulla Schmidt folgten Präsentationen über inklusive Praxisbeispiele in Europa aus der Schweiz, aus Österreich und aus Schweden.

Einen amüsanten, erheiternden, aber auch nachdenklich stimmenden Abschluss fand der Abend mit dem kabarettistischen Beitrag von dem Komiker, Moderator, Schauspieler und Buchautor Martin Fromme: „Besser Arm ab als arm dran“.

Als Gebärdensprachdolmetscherinnen waren Laura M. Schwengber und Lisa Monschein im Einsatz, als Schriftdolmetscherinnen Anette Kemnitz-Zimmermann und Babette Kemnitz-Hille von Hörsicht. Für blinde Menschen stand eine Audiodeskription zur Verfügung.

Team der Gebärdensprachdolmertscherinnen und Schriftdolmetscherinnen

BEST Sabel MEDICUM und zugangswerk: Fachtag zum Thema „Unterstützende Technologien als Beitrag zur Inklusion“

Am 16. April 2015 veranstaltet das BEST-Sabel MEDICUM gemeinsam mit dem zugangswerk e. V. eine Fachtagung zum Thema „Unterstützende Technologien als Beitrag zur Inklusion“.

Im Mittelpunkt stehen Einsatzmöglichkeiten moderner Technik für Menschen mit Beeinträchtigungen wie Neurofeedback, Eye Tracking, und Screenreader und deren Anwendung im Berufsbild der Heilerziehungspflege.

Jana Mayer-Kristic und Anette Kemnitz-Zimmermann von Hörsicht werden dabei sein und die Möglichkeiten des Schriftdolmetschens aufzeigen.

Flyer Fachtag (PDF-Dokument, ca. 300 KB)

Weitere Infos und Anmeldung:

http://www.heilerziehungspfleger-ausbildung.de/impulse/

Veranstaltungsort:

BEST-Sabel-Bildungszentrum gGmbH
Littenstraße/Rolandufer
Eingang Rolandufer 13
10179 Berlin

Lage auf OpenStreetMap

 

Diskussion Pro und Contra Olympia/Paralympics Bewerbung 2024/2028

Am 15. Februar stellte sich der Behinderten-Sportverbandes Berlin (BSB) im Glashaus der Arena Treptow der öffentlichen Diskussion um das Thema Pro und Contra Olympia/Paralympics-Bewerbung 2024/2028. Anwesend waren u. a. BSB-Präsident Dr. Ehrhart Körting, Isko Steffan, der Vize-Präsident des LSB, und Kirsten Bruhn, vielfache Paralympics-Medaillengewinnerin. Hörsicht war dabei und schriftdolmetschte während der Veranstaltung.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Fürst Donnersmarck-Stiftung. Unter folgendem Link finden Sie auf der Seite der Stiftung einen Podcast zur Debatte, zum Nachlesen auch in schriftlicher Form:

http://www.fdst.de/aktuellesundpresse/aktuell/2015/nachbericht-paralympics-2024/

„Regenbogenstadt Berlin: 25 Jahre LSBTI-Politik des Senats“

Am 10. Dezember 2014 fand im Roten Rathaus die Festveranstaltung „Regenbogenstadt Berlin: 25 Jahre LSBTI-Politik des Senats“ statt. Sie wurde ausgerichtet von der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.
„Vor 25 Jahren wurde in Berlin – zeitgleich mit dem Fall der Mauer – der Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ins Leben gerufen. Das ist die erste staatliche Stelle in Deutschland, die sich um die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) kümmert.
Bei der Festveranstaltung diskutier(t)en Senatorin Dilek Kolat und die Staatssekretärin Barbara Loth gemeinsam mit Persönlichkeiten aus dem Bereich LSBTI über die Entwicklungen der LSBTI-Politik sowie über die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen.“

Quelle: http://www.berlin.de/sen/aif/ueber-uns/presse/2014/pressemitteilung.238809.php

Zuvor fand unter dem Motto „Berlin ist und bleibt bunt. Danke Wowi!“ im Foyer des Roten Rathaus die feierliche Verabschiedung von Klaus Wowereit statt.

Zukunftskongress der Aktion Mensch

Am 2. und 3. Dezember fand in der Arena Berlin der Zukunftskongress der Aktion Mensch statt, der den Blick in die Zukunft richtete und sich mit Fragen nach unserem zukünftigen Leben sowie nach Chancen und Risiken großer Zukunftstrends für das Thema Inklusion beschäftigte.

In sechs Themenpanels wurde mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Praxis Schwerpunktthemen diskutiert, die Inklusion künftig entscheidend beeinflussen:

  • Arbeitsleben und Unternehmensentwicklung
  • Bildungschancen und Lebensweggestaltung
  • Gesellschaftliche Entwicklung und soziale Verantwortung
  • Selbstbestimmtes Leben in sozialen Räumen und Beziehungen
  • Technologieentwicklung und digitale Kommunikation
  • Technische Innovationen in den Lebenswissenschaften

Hörsicht war dabei und dolmetschte u. a. die Keynotes von

  • Prof. Jonathan Kaufmann, einem der innovativsten Denker zum Thema Diversität und Behinderung, Berater des Weißen Hauses und der Vereinten Nationen und Gründer von Disability Works in New York
  • Prof. Dr. Elisabeth Wacker, Inhaberin des Lehrstuhls für Diversitätssoziologie an der TU München und Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats zum Bundesteilhabebericht sowie von
  • Anja Förster, Vordenkerin, Querdenkerin und Bestsellerautorin.

Eine besondere Herausforderung für die Schriftdolmetscherinnen von Hörsicht war die Verschriftlichung der Auftritte des Improvisationstheaters „Steife Brise“. http://steife-brise.de

Teilnehmer des Zukunftskongresses von Aktion Mensch

Inklusionstage des BMAS 2014 im bcc Berlin

Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Bundesministerin Andrea Nahles spricht bei den Inklusionstagen 2014. © Tom Maelsa
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles eröffnete die Inklusionstage 2014 im bcc Berlin. Im Zentrum der dreitägigen Veranstaltung stand die Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).
Seit über fünf Jahren ist die UN-BRK mittlerweile geltendes Recht in Deutschland. Sie fordert die Verwirklichung des Menschenrechts auf Inklusion in allen Lebensbereichen und ist damit die Leitschnur einer Politik, die die Rechte von Menschen mit Behinderungen achtet.
Wo und wie gut Inklusion schon gelungen ist, wo es Schwierigkeiten und Hürden gibt und wie Inklusion auch in Zukunft gelebt werden soll, werden die Teilnehmer – allen voran Menschen mit Behinderungen – diskutieren. Im Mittelpunkt steht vor allem eine Bestandsaufnahme des Nationalen Aktionsplans sowie die Frage, wie er in dieser Legislaturperiode zielgerichtet weiterentwickelt werden kann.
Der dritte Veranstaltungstag steht ganz im Zeichen des inklusiven Sports und soll mit guten Beispielen Mut zur Inklusion machen. Mit dabei ist die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und sehr erfolgreiche ehemalige Leistungssportlerin Verena Bentele.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.gemeinsam-einfach-machen.de.

Quelle:

https://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-behinderter-Menschen/Meldungen/inklusionstage-2014.html;jsessionid=C70867C98EBB90B0A22448448DE33210

Das Schriftdolmetscherinnen-Team von Lautschrift und Hörsicht bei den Inklusionstagen 2014 im BMAS.

Das Schriftdolmetscherinnen-Team von Lautschrift und Hörsicht bei den Inklusionstagen 2014 im BMAS.

50 Jahre Aktion Mensch – Bundespräsident würdigt Engagement der Soziallotterie

Unter dem Motto „Schon viel erreicht. Noch viel mehr vor.“ feierte die Aktion Mensch heute im Berliner „Kosmos“ mit ihren Mitgliedern, den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und dem ZDF, sowie vielen Gästen, Freunden und Förderern ihr 50-jähriges Bestehen. Als Festredner gratulierte Bundespräsident Joachim Gauck der Bonner Förderorganisation. Die Aktion Mensch habe entscheidend dazu beigetragen, Denkmuster zu verändern, so Gauck. „Das Wir gewinnt. In diesem Satz schwingt alles mit, was Inklusion kennzeichnet: Eine Gesellschaft, die sich nicht aufteilen will und sich nicht aufteilen lässt in die Einen und die Anderen, sondern gemeinsame Werte, gemeinsame Aufgaben und gemeinsame Ziele in den Mittelpunkt rückt.“ Viel Applaus bekam er auch für seinen Appell „In einer inklusiven Gesellschaft sind wir erst dann angekommen, wenn Menschen mit Behinderung das gleiche Maß an Hoffnungen, das gleiche Maß an Wünschen zugestanden wird, wie jedem anderen Menschen auch.“ Hierfür sei jedoch ein gesellschaftlicher Perspektivwechsel notwendig: „Die Verlagerung unserer Aufmerksamkeit weg von den Defiziten und hin zu den bislang ungenutzten Möglichkeiten.“

Auch Aktion Mensch-Vorstand Armin v. Buttlar betonte, dass es noch viele Barrieren in der Umwelt und in den Köpfen abzubauen gelte. Deshalb werde das Thema Inklusion die Aktivitäten der Aktion Mensch auch in Zukunft noch weiter bestimmen: „Vielfalt bereichert und gibt Impulse für eine Gsellschaft, in der alle willkommen sind und sich auf Augenhöhe begegnen.“

Als „beeindruckende Erfolgsgeschichte“ bezeichnete auch ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut die Entwicklung der heute größten privaten Förderorganisation im sozialen Bereich. „Die Arbeit der Aktion Mensch hat in den letzten 50 Jahren eine wichtige gesellschaftspolitische Rolle gespielt“, so Bellut. „Man ruht sich eben nicht auf den Leistungen des Staates aus, sondern gewinnt Menschen für Engagement: Sie kaufen freiwillig Lose. Natürlich, um zu gewinnen. Aber eben auch, um zu helfen. Und wenn man sieht, dass den freien, gemeinnützigen Trägern seit Bestehen der Aktion Mensch rund 3,5 Milliarden Euro zugeflossen sind, für Menschen mit Behinderung, aber auch für sozial benachteiligte Menschen, dann ist das wirklich eine stolze Zahl. Vieles vergeht: Unterhaltungstrends, Filmtrends. Aber diese konkrete Hilfe bleibt.“

Andreas Bourani, der die Jubiläumskampagne der Aktion Mensch in diesem Jahr mit seinem Überraschungs-Hit „Auf Uns“ unterstützt und auch bei der Festveranstaltung heute in Berlin live dabei war, sagt: „Mich beeindruckt seit jeher das Engagement, mit dem sich die Aktion Mensch für die gleichen Bedingungen für alle Menschen einsetzt. Unabhängig von Behinderung, Alter, Herkunft. Das ist eine gute Sache. Wir leben ja in einer Gesellschaft, in der es vielen Menschen richtig gut geht. Deshalb finde ich sehr wichtig, dass alle, die in unserer Gesellschaft leben, auch die gleichen Möglichkeiten und Chancen haben.“

Die Aktion Mensch dankt den 23 Firmenpartnern, die mit ihrer Unterstützung die Festveranstaltung ermöglicht haben.

Quelle: https://www.aktion-mensch.de/presse/pressemitteilungen/detail.php?id=2421

Zwei Schriftdolmetscherinnen von Hörsicht waren dabei und setzen während der Veranstaltung, alles was gesprochen und gesungen  (den Kampagnesong der Aktion Mensch „Auf uns“ von Andreas Bourani) wurde,  live in schriftlichen Text um.

Bourani auf der Bühne bei der Veranstaltung 50 Jahre Aktion Mensch

Foto: www.aktion-mensch.de

Hörsicht auf der Europäischen Schriftdolmetscherkonferenz (ECOS) 2014

Vom 22.-24. August 2014 kamen ECOS-Logoin der finnischen Hauptstadt Helsinki knapp 100 Schriftdolmetscher/innen aus 9 Ländern auf der Europäischen Schriftdolmetscherkonferenz (ECOS) zusammen.

Sicht auf Beamerleinwand mit dem Schriftzug "Thank you" während derSchriftdolmetscherkonferenz (ECOS) 2014

Hörsicht war durch Jana Mayer-Kristić vertreten, die sich während des abwechslungsreichen Konferenzprogramms über aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse zum Schriftdolmetschen und technische Neuerungen zur Erleichterung unserer Arbeit und zur Erhöhung der Kundenfreundlichkeit informieren konnte. Sehr interessant war auch der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland zu den jeweils verwendeten Schriftdolmetsch-Systemen und den Rahmenbedingungen der Schriftdolmetschertätigkeit.

Vortragssituation währen der Schriftdolmetscherkonferenz ECOS

Die nächste Europäische Schriftdolmetscherkonferenz findet übrigens 2016 in Berlin statt. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

Fachgespräch zur Lebenssituation taubblinder Menschen im BMAS am 29. März 2012

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat am 29. März 2012 Verbände und Betroffene zu einem Fachgespräch zur Lebenssituation taubblinder Menschen in das Berliner Kleisthaus eingeladen. Gitta Lampersbach, Leiterin der Abteilung „Belange behinderter Menschen“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales führte durch das Programm. Nach den Begrüßungsreden gaben Michael Graefen vom Verein „Leben mit Usher-Syndrom e. V. und Dieter Zelle von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden e. V. eine thematische Einführung. Herr Zelle sprach für Betroffene, die von Geburt an gehörlos sind, und Herr Graefen über Betroffene, die hochgradig bis an Taubheit grenzend schwerhörig sind. Er selbst ist Usher-Betroffener und so konnte er die besonderen Belastungen im Leben mit Usher-Syndrom ergreifend darstellen. Wer bisher nur von einer Schwerhörigkeit ausgegangen war, muss mit der Diagnose Usher-Syndrom die fast sichere Aussicht akzeptieren, langsam zu erblinden. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kann zum Beispiel die nonverbale Kommunikation nicht wie früher wahrgenommen werden. Das Ablesen der Lippen, aber auch das Mitlesen vom geprochenen Wort auf einem Bildschirm wird zunehmend schwieriger. Die Vorträge, die Hörsicht schriftdolmetschte, wurden deshalb in einer Schriftgröße von über 50 Pkt. auf eine Leinwand projeziert.

Nach einem Podiumsgespräch, dass von Dr. Leander Palleit vom Deutschen Institut für Menschenrechte moderiert wurde, übergaben Dieter Zelle, Michael Graefen und Irmgard Reichstein von der Stiftung taubblind leben eine Unterschriftenliste mit der Forderung nach der Einführung des Merkzeichens TBL zur Verbesserung der Lebensstituation taubblinder Menschen an Frau Lampersbach.

Die Schlussworte sprach Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.