Schlagwort-Archive: Inklusion

1. Inklusives Kinder- und Jugendfest im Wedding

Am 17. Juli 2016 fand im Berliner Stadtbezirk Wedding das 1. Inklusive Kinder- und Jugendfest statt. Organisiert wurde es von der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Verena Bentele.

Teaser Inklusives Kinder- und JugendfestEingeladen waren junge Menschen zwischen 6 und 16 mit und ohne Behinderungen, natürlich auch Eltern, Geschwister und Freunde. Ob Rollstuhlskating- oder Rollstuhlbasketball, ein Rap-Workshop mit Graf Fidi, ein Fotokurs von und für Blinde und Sehende oder Musik-Acts, die von Gebärdensprachdolmetscherin Laura Schwengber gedolmetscht wurden, – es war ein Tag voller ungewöhnlicher Erlebnisse.

Mit dabei war auch ein Team von der „STIFTUNG barrierefrei kommunizieren!“, an dessen Stand die Besucher ein fühl- und hörbares Audio-Märchen-Domino mit einem Vorlesestift ausprobieren konnten.

Schriftdolmetscherin im Einsatz am Stand der STIFTUNG barrierefrei kommunizieren!
Schriftdolmetscherin im Einsatz am Stand der STIFTUNG barrierefrei kommunizieren!

Inklusion – Eine Zwischenbilanz in der Landesvertretung NRW

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hatte am 04. Mai 2015 nach Berlin zu einer Veranstaltung mit dem Titel: Inklusion – Eine Zwischenbilanz im europäischen Vergleich“ eingeladen.

Den Einführungsvortrag der Veranstaltung hielt der Minister für Arbeit, Integration und Soziales in Nordrhein-Westfalen Guntram Schneider. Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Bundestags und Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe, sprach zum Thema „Die Umsetzung der UN-BRK in Deutschland- Chancen, Herausforderungen und Perspektiven“. Dem Vortrag von Ulla Schmidt folgten Präsentationen über inklusive Praxisbeispiele in Europa aus der Schweiz, aus Österreich und aus Schweden.

Einen amüsanten, erheiternden, aber auch nachdenklich stimmenden Abschluss fand der Abend mit dem kabarettistischen Beitrag von dem Komiker, Moderator, Schauspieler und Buchautor Martin Fromme: „Besser Arm ab als arm dran“.

Als Gebärdensprachdolmetscherinnen waren Laura M. Schwengber und Lisa Monschein im Einsatz, als Schriftdolmetscherinnen Anette Kemnitz-Zimmermann und Babette Kemnitz-Hille von Hörsicht. Für blinde Menschen stand eine Audiodeskription zur Verfügung.

Team der Gebärdensprachdolmertscherinnen und Schriftdolmetscherinnen

Wenn anders sein normal ist“ – Neujahrsempfang der Volkshochschule Wolfsburg

Das Programmheft der Volkshochschule Wolfsburg für das Jahr 2005 trägt den Titel:

„Wenn anders sein normal ist“. Das Thema Inklusion wird in diesem Jahr einen großen Raum einnehmen. Im neuen Semester können Teilnehmer_innen mit Beeinträchtigungen zum Beispiel das World Wide Web entdecken, lernen, wie online kommuniziert wird, oder in den Wolfsburger Museen auf eine Bilder – und Kunstreise gehen.
Inklusion war auch das Motto des diesjährigen Neujahrsempfangs der Volkshochschule Wolfsburg, der am 23. Januar 2015 statt fand.

Vortragsraum mit Sicht von hinten aus dem Publikum.

Anette Kemnitz-Zimmermann, Schriftdolmetscherin und Übersetzerin für Leichte Sprache des Übersetzungsbüros isitext, hielt als Vertreterin des Netzwerkes Leichte Sprache einen Vortrag mit dem Titel: „Leichte Sprache – eine einfache Sache?“. Sie sprach unter anderem über die Geschichte, über Sinn und Bedeutung der Leichten Sprache, über relevante Gesetze und Verordnungen und über die Regeln der Leichten Sprache.

Anette Kemnitz-Zimmermann beim Vortrag

Zum Thema Inklusion passend schriftdolmetschte Babette Kemnitz-Hille von Hörsicht den Vortrag über Leichte Sprache für hörgeschädigte Teilnehmer_innen des Neujahrsempfangs.

Babette Kemnitz-Hille von Hörsicht beim dolmetschen

Nach dem Vortrag von Anette Kemnitz-Zimmermann sorgte die inklusive Band „The Mix“ mit Songs wie ,,Wo geht die Reise hin?“ für Bewegung und für eine tolle Stimmung!

The Mixed - Inklusive Band

ubi Fachtagung “zusammen arbeiten – gemeinsam gesund bleiben” in der Britischen Botschaft

Mit Prävention und Inklusion Unternehmen stärken

ubi_schriftzug

Über 150 interessierte Teilnehmer besuchten die diesjährige Fachtagung der Unternehmensberatung Inklusion

Der demographische Wandel und der Anstieg von psychischen Erkrankungen stellen Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen. Die „Unternehmensberatung Inklusion“ (ubi) der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Berlin hat bei ihrer zweiten Fachtagung Möglichkeiten aufgezeigt, wie Unternehmen sich darauf vorbereiten können. In der britischen Botschaft erläuterten Experten praxisfähige Möglichkeiten für Prävention und Inklusion.

Schon im Jahr 2015 wird jeder dritte Arbeitnehmer in Berlin über 50 Jahre alt sein. Arbeitgeber müssen sich deshalb auf den Anstieg des Durchschnittsalters ihrer Belegschaft und von alterstypischen  Erkrankungen vorbereiten. Immer mehr  werden von einer Schwerbehinderung betroffen sein. Schon jetzt steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen deutlich.

„Unternehmen stehen verstärkt vor der Frage, wie sie sich für die Gesundheit ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzen können“, so der Leiter der FAW Akademie Berlin, Thorsten Voss. Deshalb berät die „Unternehmensberatung Inklusion“ (ubi) der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Berlin seit Anfang 2013 Unternehmen zu Prävention und beruflicher Wiedereingliederung. Finanziert wird das Projekt vom Integrationsamt Berlin.

Wie stark der Bedarf an Beratung ist, konnte Teamleiter Thomas Michaels in seinem Zwischenbericht des Projektes deutlich machen: Schon 438 Berliner Unternehmen haben das Angebot der Unternehmensberatung wahrgenommen. Gleichzeitig sei die Bekanntheit von ubi schon so hoch, dass zunehmend Unternehmen aktiv den Kontakt suchten, so Michaels. Entsprechend hoch war die Resonanz der rund 150 Gäste der Fachtagung.

Prof. Dr. Carsten Schermuly von der SRH Hochschule Berlin machte in seinem Vortrag „Gute Arbeit und Gesundheit“ deutlich, welche Möglichkeiten Vorgesetzte haben, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Dies gelingt, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit als sinnvoll empfinden, Anerkennung erfahren und möglichst selbstbestimmt handeln können. Diese Faktoren bewusst und aktiv zu nutzen, wirkt sich auch positiv auf die Leistungsfähigkeit und Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.

Die besonders wichtige Rolle der Führungskräfte hob auch Dr. Ute Schneider, Geschäftsführerin der FAW, bei der Podiumsdiskussion hervor, bei der Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen ihre unterschiedlichen Erfahrungen in der Einführung und der Implementierung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung, des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und in der Integration von Menschen mit Behinderung austauschten. „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist Wertschätzung gegenüber unseren Mitarbeitern“, hob Nihal Kodaman von DB Services, die mit der FAW zusammenarbeitet,  den Stellenwert des gesundheitlichen Engagements hervor. Wie auch Annette Bramkamp vom Hotel Estrel, unterstrich sie, dass Maßnahmen nur dann zum Erfolg führen, wenn sie auf die Anforderungen und die konkrete Situation der Beschäftigten abgestimmt sind.

Dass es gerade für kleine und mittelständische Unternehmen noch großen Informationsbedarf gibt, unterstrich Thomas Förster von der Polyprint GmbH. Dies gelte besonders für die noch ausbaufähige Kenntnis über Fördermöglichkeiten, so der Beauftragte der Landesregierung Brandenburg für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel, am Rande der Veranstaltung. Unter anderem deshalb seien die Aktivitäten der Unternehmensberatung Inklusion so wichtig.
Neben dem Thema  Prävention beleuchtete die Fachtagung auch praktische Möglichkeiten z.B. der Arbeitsplatzgestaltung. Susanne Böhmig, Leiterin der Stiftung „barrierefrei kommunizieren!“, stellte Hilfsmittel vor, die die Inklusion von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz ermöglichen.

Quelle: http://www.faw-ubi.de/nachricht/mit-praevention-und-inklusion-unternehmen-staerken.html

Susanne-Boehmig-im-Parcours

Foto: Amin Akhtar

Hörsicht war mit zwei Schriftdolmtescherinnen dabei und schriftdolmetschte auch während des Parcours zu unterstützenden Technologien.

Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung:„Hochinklusiv! Zusammenhalt einer vielfältigen Gesellschaft„

Mit verschiedenen Veranstaltungen, Tagungen und Projekten möchte sich die Heinrich-Böll-Stiftung und ihre Landesstiftungen für Inklusion einsetzen und inklusive Politik weiterentwickeln. Am 20. Oktober 2012 fand zu diesem Thema die Tagung «hochinklusiv! Zusammenhalt einer vielfältigen Gesellschaft» statt mit dem Ziel, über Chancen und Grenzen von Inklusion in unterschiedlichen Kontexten zu diskutieren. Für diese Veranstaltung beauftragte die Heinrich-Böll-Stiftung Hörsicht mit der Umwandlung der gesprochenen Sprache in Schriftsprache.

Prof. Dr. Heinz Bude, der einen Lehrstuhl für Makrosoziologie an der Universität Kassel innehat mit dem Arbeitsschwerpunkt Exklusionsforschung, sprach zum Beispiel über „Exklusionstendenzen und Wege zu einer inklusiven Gesellschaft“. Zudem fanden vier parallele Workshops zu folgenden Fragen statt: Welche politischen Konzepte braucht die Vielfaltsgesellschaft? Wie kann Diversität in allen Beteiligungssystemen erreicht werden? Wie kann man soziale Netzwerke in der Stadt stärken?, Wie muss ein inklusiver Arbeitsmarkt im Zeichen des demografischen Wandels beschaffen sein?.

Gäste waren Karl Moehl von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Aletta Gräfin von Hardenberg von der Charta der Vielfalt, Prof. Dr. Karen Schönwälder vom Max-Planck-Institut, Martin Zierold von der BVV Fraktion Berlin-Mitte, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und viele andere.

Visualisierung: Hochinklusiv! Zusammenhalt einer vielfältigen Gesellschaft
Visualisierung: Hochinklusiv! Zusammenhalt einer vielfältigen Gesellschaft

Foto: Mathias Weitbrecht,
IA, Graphic Recorder, Visual Facilitator

Keynote: Prof. Heinz Bude, Gebärdendolmetscher, und Schriftübersetzung
Keynote: Prof. Heinz Bude, Gebärdendolmetscher, und Schriftübersetzung

Foto: Stephan Röhl