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Diskussion Pro und Contra Olympia/Paralympics Bewerbung 2024/2028

Am 15. Februar stellte sich der Behinderten-Sportverbandes Berlin (BSB) im Glashaus der Arena Treptow der öffentlichen Diskussion um das Thema Pro und Contra Olympia/Paralympics-Bewerbung 2024/2028. Anwesend waren u. a. BSB-Präsident Dr. Ehrhart Körting, Isko Steffan, der Vize-Präsident des LSB, und Kirsten Bruhn, vielfache Paralympics-Medaillengewinnerin. Hörsicht war dabei und schriftdolmetschte während der Veranstaltung.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Fürst Donnersmarck-Stiftung. Unter folgendem Link finden Sie auf der Seite der Stiftung einen Podcast zur Debatte, zum Nachlesen auch in schriftlicher Form:

http://www.fdst.de/aktuellesundpresse/aktuell/2015/nachbericht-paralympics-2024/

Inklusionstage des BMAS 2014 im bcc Berlin

Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Bundesministerin Andrea Nahles spricht bei den Inklusionstagen 2014. © Tom Maelsa
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles eröffnete die Inklusionstage 2014 im bcc Berlin. Im Zentrum der dreitägigen Veranstaltung stand die Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).
Seit über fünf Jahren ist die UN-BRK mittlerweile geltendes Recht in Deutschland. Sie fordert die Verwirklichung des Menschenrechts auf Inklusion in allen Lebensbereichen und ist damit die Leitschnur einer Politik, die die Rechte von Menschen mit Behinderungen achtet.
Wo und wie gut Inklusion schon gelungen ist, wo es Schwierigkeiten und Hürden gibt und wie Inklusion auch in Zukunft gelebt werden soll, werden die Teilnehmer – allen voran Menschen mit Behinderungen – diskutieren. Im Mittelpunkt steht vor allem eine Bestandsaufnahme des Nationalen Aktionsplans sowie die Frage, wie er in dieser Legislaturperiode zielgerichtet weiterentwickelt werden kann.
Der dritte Veranstaltungstag steht ganz im Zeichen des inklusiven Sports und soll mit guten Beispielen Mut zur Inklusion machen. Mit dabei ist die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und sehr erfolgreiche ehemalige Leistungssportlerin Verena Bentele.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.gemeinsam-einfach-machen.de.

Quelle:

https://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-behinderter-Menschen/Meldungen/inklusionstage-2014.html;jsessionid=C70867C98EBB90B0A22448448DE33210

Das Schriftdolmetscherinnen-Team von Lautschrift und Hörsicht bei den Inklusionstagen 2014 im BMAS.

Das Schriftdolmetscherinnen-Team von Lautschrift und Hörsicht bei den Inklusionstagen 2014 im BMAS.

Taubblindenkongress 2014 in Potsdam: Eva Luise Köhler fordert Anerkennung von Taubblindheit als Behinderung eigener Art

Zum Beginn des zweitägigen Kongress „Leben mit Taubblindheit“ sprach sich Eva Luise Köhler in Ihrem Grußwort für die Anerkennung von Taubblindheit als Behinderung eigener Art aus.

Hintergrund des Kongresses ist die besondere Situation taubblinder Menschen. In Deutschland leben schätzungsweise 6.000 betroffene Menschen. Bereits 2004 erkannte das Europäische Parlament Taubblindheit als Behinderung eigener Art an. In Deutschland ist dagegen diese doppelte Sinneseinschränkung mit den besonderen Herausforderungen für die Betroffenen bisher nicht anerkannt.

Gleichberechtigte Teilhabe – wie in der 2009 von Deutschland ratifizierten UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung gefordert – kann für diese Menschen nur durch bessere Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen in Deutschland, insbesondere durch qualifizierte Taubblindenassistenz erreicht werden.
Eva Luise Köhler – der breiten Öffentlichkeit als ehemalige First Lady und in Ihrem Engagements für die Chronischen Seltenen Erkrankungen bekannt – fand in Ihrer Rede klare Worte: „Es ist zutiefst bedauerlich und enttäuschend, dass in Deutschland immer noch wirksame Unterstützungsstrukturen fehlen, Bedarfe teilweise gar nicht bekannt, selten anerkannt sind und der Zugang zu Leistungen so barrierereich ist.“

Als Schirmherrin des Kongresses betonte Frau Köhler, dass Taubblindheit eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft darstellt. Die 2009 beschlossene UN-Behindertenrechtskonvention muss umgesetzt werden. Das Thema Taubblindheit wird im Rahmen des Kongresses aus verschiedenen wissenschaftlichen und praxisbezogenen Perspektiven beleuchtet. Neben nationalen Experten/innen sprechen Wissenschaftler/innen und Pädagogen/innen aus Schweden, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Angemeldet haben sich insgesamt 250 Teilnehmer/innen aus Wissenschaft und Politik, sowie von Beratungsstellen, Einrichtungen, Wohlfahrtsverbänden, Krankenkassen und der Selbsthilfe. Der gesamte Kongress ist im Sinne der Inklusion barrierefrei gestaltet, so dass Menschen mit und ohne Taubblindheit in Austausch treten können.

Gefördert wird der Kongress von Aktion Mensch, BMAS, Forschung contra Blindheit – Initiative Usher-Syndrom e.V., der Marie-Louise Geissler-Stiftung, Schering-Stiftung  und der Stiftung taubblind leben. Organisatoren sind die Humboldt-Universität zu Berlin, das Oberlinhaus Potsdam, Leben mit Usher-Syndrom e.V. und die Stiftung taubblind leben.

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie unter
www.kongress-taubblindheit.de

Eva-Luise Köhler während ihrer Rede auf dem Taubblindenkongress

 

Quelle: http://www.leben-mit-usher.de/artikel/anerkennung-von-taubblindheit-als-behinderung-eigener-art

 

Fachgespräch zur Lebenssituation taubblinder Menschen im BMAS am 29. März 2012

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat am 29. März 2012 Verbände und Betroffene zu einem Fachgespräch zur Lebenssituation taubblinder Menschen in das Berliner Kleisthaus eingeladen. Gitta Lampersbach, Leiterin der Abteilung „Belange behinderter Menschen“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales führte durch das Programm. Nach den Begrüßungsreden gaben Michael Graefen vom Verein „Leben mit Usher-Syndrom e. V. und Dieter Zelle von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden e. V. eine thematische Einführung. Herr Zelle sprach für Betroffene, die von Geburt an gehörlos sind, und Herr Graefen über Betroffene, die hochgradig bis an Taubheit grenzend schwerhörig sind. Er selbst ist Usher-Betroffener und so konnte er die besonderen Belastungen im Leben mit Usher-Syndrom ergreifend darstellen. Wer bisher nur von einer Schwerhörigkeit ausgegangen war, muss mit der Diagnose Usher-Syndrom die fast sichere Aussicht akzeptieren, langsam zu erblinden. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kann zum Beispiel die nonverbale Kommunikation nicht wie früher wahrgenommen werden. Das Ablesen der Lippen, aber auch das Mitlesen vom geprochenen Wort auf einem Bildschirm wird zunehmend schwieriger. Die Vorträge, die Hörsicht schriftdolmetschte, wurden deshalb in einer Schriftgröße von über 50 Pkt. auf eine Leinwand projeziert.

Nach einem Podiumsgespräch, dass von Dr. Leander Palleit vom Deutschen Institut für Menschenrechte moderiert wurde, übergaben Dieter Zelle, Michael Graefen und Irmgard Reichstein von der Stiftung taubblind leben eine Unterschriftenliste mit der Forderung nach der Einführung des Merkzeichens TBL zur Verbesserung der Lebensstituation taubblinder Menschen an Frau Lampersbach.

Die Schlussworte sprach Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.